You are previewing this press release. It isn't public yet and won't show in your pressroom. You can however share this secret url with others.
Mendelssohn im Meistersaal

Mendelssohn im Meistersaal

Wegweisendes Immersive-Audio-Recording mit Mikrofonen von Sennheiser und Neumann

Im Juli 2022 gastierte das Mahler Chamber Orchestra zu Aufnahmezwecken im Berliner Meistersaal. Premiummikrofone von Sennheiser, darunter 24 MKH 800 TWIN, waren ebenso wie das neue Neumann MCM-System maßgeblich daran beteiligt, den Klangkörper so detailliert wie noch nie zuvor einzufangen.

Von außen betrachtet wirkt die Szene befremdlich, doch die scheinbar erratisch im Raum umherirrende Person ist längst in eine andere Welt eingetaucht: Ausgestattet mit einem VR-Headset und einem Sennheiser-Kopfhörer sieht und hört sie Dinge, die andere anwesende Gäste lediglich erahnen können. Der persönliche Aha-Effekt stellt sich erst ein, wenn man sich selbst auf das immersive Erlebnis erster Güte einlässt – so nahe kommt man bei Konzerten einzelnen Streichern sonst nie, ohne der Bühne verwiesen und/oder vom Wachdienst schnurstracks zum Ausgang eskortiert zu werden...

Immersives Erlebnis erster Güte: Die künstlerische Bild- und dreidimensionale Klangwelt eines Streichquintetts von Mozart
Immersives Erlebnis erster Güte: Die künstlerische Bild- und dreidimensionale Klangwelt eines Streichquintetts von Mozart

Mehr als das Übliche
Schauplatz des ungewöhnlichen Geschehens ist ein an den Berliner Meistersaal angegliederter Raum, in dem Henrik Oppermann, ausgewiesener 3D-Klangspezialist, Gründer/Director von Schallgeber (www.schallgeber.com) sowie „Head of Sound“ beim Sennheiser AMBEO Immersive Audio Team, interessierte Gäste in die von ihm gestaltete Bewegtbild- und Klangwelt eines Mozart-Streichquintetts eintauchen lässt. Gleich nebenan im Saal sitzt das Mahler Chamber Orchestra und arbeitet an der perfekten Einspielung von Auszügen aus Felix Mendelssohn Bartholdys „Ein Sommernachtstraum“.

Henrik Oppermann, Gründer von Schallgeber und „Head of Sound“ beim Sennheiser AMBEO Team   Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra
Henrik Oppermann, Gründer von Schallgeber und „Head of Sound“ beim Sennheiser AMBEO Team ​ ​ Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra

Wer sich im Meistersaal ein wenig genauer umschaut, bemerkt sofort, dass außergewöhnlich viele Mikrofone das Klanggeschehen einfangen. Hintergrund ist, dass Henrik Oppermann gemeinsam mit dem Mahler Chamber Orchestra ein Experiment wagt, bei welchem sowohl der branchenbekannte Tonspezialist als auch die klassisch ausgebildeten Musiker*innen Neuland betreten: Ziel ist nicht weniger als eine bislang ungekannte Art von Klangerlebnis, bei dem sich Hörende an beliebige Positionen vor/hinter/neben die Musiker*innen begeben und einzelnen Instrumenten wie auch dem gesamten Klangkörper in einer Weise lauschen können, die zuvor noch nicht einmal den Musizierenden oder dem Dirigenten – von normalen Konzertbesucher*innen ganz zu schweigen – möglich war. Das bei der Aufnahme real vorhandene Klangfeld soll mit sämtlichen Details überzeugend reproduziert werden, wodurch sich Hörer*innen später frei innerhalb eines Orchesters bewegen können.

Wer sich im Meistersaal umschaute, bemerkte, dass wesentlich mehr Mikrofone im Einsatz waren als gemeinhin für Orchesteraufnahmen üblich
Wer sich im Meistersaal umschaute, bemerkte, dass wesentlich mehr Mikrofone im Einsatz waren als gemeinhin für Orchesteraufnahmen üblich

Henrik Oppermann verspricht, das Mahler Chamber Orchestra als immersive Erfahrung erlebbar zu machen, und passend dazu ist er der „Artistic Partner for Immersive Experiences“ des MCO. Oppermann arbeitet bereits seit 2019 mit dem Musikerkollektiv zusammen und hat vor den Aufnahmen im Meistersaal bereits zwei für eine VR-Auswertung gedachte Einspielungen begleitet, die gemeinsam mit den Auszügen aus „Ein Sommernachtstraum“ unter dem Titel „Future Presence“ zusammengefasst werden.

Das Aufnahmeteam (v.l.n.r.): Hannah Schmeise, (3D-Tonassistenz und Edit), Florian B. Schmidt (Tonmeister), Ann-Christine Bromm (3D-Tonassistenz), Johannes Kares (3D-Tonassistenz), Henrik Oppermann (Artistic Partner und 3D-Toningenieur), Jonas Ritter (3D-Tonassistenz) — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra
Das Aufnahmeteam (v.l.n.r.): Hannah Schmeise, (3D-Tonassistenz und Edit), Florian B. Schmidt (Tonmeister), Ann-Christine Bromm (3D-Tonassistenz), Johannes Kares (3D-Tonassistenz), Henrik Oppermann (Artistic Partner und 3D-Toningenieur), Jonas Ritter (3D-Tonassistenz) — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra

Die Idee zu dem dreiteiligen Projekt entstand während der pandemiebedingten Einschränkungen, die Konzerte vor und mit Publikum unmöglich machten. Die Aufnahme im Berliner Meistersaal wurde durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Berliner VR-Trilogie
Das „Future Presence“-Projekt umfasst drei Kapitel: Bereits 2020 wurde Mozarts Streichquintett g-Moll mit fünf Musiker*innen des MCO im Berliner Kultur Büro Elisabeth, einer ehemaligen Kirche, aufgezeichnet. 2021 folgte ein weiteres Recording (Charles Ives „The Unanswered Question“) in der gleichen Location, bevor im Juli 2022 die Trilogie mit Aufnahmen von Felix Mendelssohn Bartholdys „Ein Sommernachtstraum“ abgeschlossen wurde.

Ort des Geschehens für den dritten Teil des Berliner Aufnahme-Reigens war der nahe am Potsdamer Platz gelegene Meistersaal, der durch Produktionen von David Bowie, Depeche Mode und U2 auch in der Pop- und Rock-Welt als „The Big Hall by the Wall“ bekannt ist. Insgesamt fünf Tage verbrachte das MCO in der legendären Berliner Location, deren neoklassizistisches Ambiente durch eine dunkle Holzkassettendecke sowie historische Kronleuchter geprägt wird.

„The Big Hall by the Wall”: Im Berliner Meistersaal nahm das Mahler Chamber Orchestra Auszüge von Felix Mendelssohn Bartholdys „Ein Sommernachtstraum“ auf
„The Big Hall by the Wall”: Im Berliner Meistersaal nahm das Mahler Chamber Orchestra Auszüge von Felix Mendelssohn Bartholdys „Ein Sommernachtstraum“ auf

Der Meistersaal besitzt eine Fläche von 266 qm, erreicht eine Höhe von sieben Meter und wird an seinem hinteren Ende durch eine 28 qm messende Bühne abgeschlossen. An der Aufzeichnung nahmen 47 Musiker*innen des MCO teil, was das verfügbare Platzangebot vollständig ausreizte. Die Positionen, an denen die Musizierenden Platz nahmen, entsprachen einem typischen Konzert-Setting – es gab also keine besondere Sitzordnung für das Recording.

„Was den Klang des MCO so besonders macht, ist die starke Kommunikation durch Zuhören und Reagieren“, erläutert Maggie Coe, die im MCO die Funktion des „Director of Artistic Planning bekleidet und sich um die Tourneeplanung sowie um spezielle Projekte und Kooperationen kümmert. „Unser Ziel ist es, diesen Klang auch in der VR-Aufnahme einzufangen und den Hörerinnen und Hörern so die Möglichkeit zu geben, diesem Prozess aus einer neuen Perspektive beizuwohnen. Deshalb spielt das Orchester für diese Aufnahmen nicht anders als in einem Konzert. Nur so können wir eine echte MCO-Erfahrung in der virtuellen Welt schaffen.“

Im abschließenden Teil der Future Presence Trilogie steht die Magie des Klangkörpers Orchester im Mittelpunkt — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra
Im abschließenden Teil der Future Presence Trilogie steht die Magie des Klangkörpers Orchester im Mittelpunkt — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra

Mikrofonierung und Signalweg
Zur Mikrofonierung fanden im Meistersaal 24 Sennheiser MKH 800 TWIN, sieben Sennheiser MKH 8040, drei Neumann KM 184 sowie 48 Neumann MCM-Systeme Verwendung. Die Mikrofone waren mit hochwertigen Vorverstärkern von Merging Technologies verbunden (2 x Horus mit 48 Mic-Inputs, 1 x Hapi mit 16 Mic-Inputs, 1 x Anubis als D/A-Wandler für das Monitoring mit Neumann KH 80 DSP), welche sich zwischen den Musikern befanden, um die analogen Kabelwege so kurz wie möglich zu halten und Beeinträchtigungen der Signalqualität durch lange Leitungen zu vermeiden. Neumann.Berlin und Merging Technologies arbeiten seit Kurzem unter dem Dach der Sennheiser-Gruppe zusammen.

Das Horus-Audiointerface von Merging Technologies schickt 48 hochwertige Mikrofonkanäle über ein einziges Netzwerkkabel. „Ohne diese Geräte könnte ich nicht mit dem Laptop arbeiten, sondern müsste ein Mischpult verwenden,“ erläutert Henrik Oppermann
Das Horus-Audiointerface von Merging Technologies schickt 48 hochwertige Mikrofonkanäle über ein einziges Netzwerkkabel. „Ohne diese Geräte könnte ich nicht mit dem Laptop arbeiten, sondern müsste ein Mischpult verwenden,“ erläutert Henrik Oppermann

Von den Preamps gelangten nach Vorverstärkung und A/D-Wandlung digitale Audiosignale verlustfrei über Netzwerkkabel zu im Foyer vor dem Saal aufgebauten Laptops, auf denen zur Aufzeichnung die im VR-Kontext extrem beliebte Reaper DAW-Software von Cockos Incorporated installiert war. Als Abtastrate hatte Henrik Oppermann 48 kHz gewählt, was bei 112 aufzuzeichnenden Kanälen mit unkomprimiertem digitalen Audiomaterial fraglos eine sinnvolle Option ist.

Das Team um Henrik Oppermann nutze für die Aufnahme die Reaper DAW. Zwei Neumann KH 80 DSP kamen für das Monitoring zum Einsatz — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra
Das Team um Henrik Oppermann nutze für die Aufnahme die Reaper DAW. Zwei Neumann KH 80 DSP kamen für das Monitoring zum Einsatz — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra

„Als wir im Kultur Büro Elisabeth die Quintett-Aufnahmen umgesetzt haben, wurden die Musizierenden mit je einem Sennheiser MKH 800 TWIN mikrofoniert, was gleichermaßen für „The Unanswered Question“ galt“, berichtet Henrik Oppermann. „Eine Besonderheit des MKH 800 TWIN besteht darin, dass es zwei Signale ausgibt, wodurch sich später in der Postproduction die Richtcharakteristik flexibel ändern lässt – nach meinem Dafürhalten wird bei Recordings viel zu selten auf diese extrem spannende Möglichkeit zurückgegriffen.“

Morphing mit dem Sennheiser MKH 800 TWIN
Das Sennheiser MKH 800 TWIN ist ein universell einsetzbares Studio-Kondensatormikrofon der absoluten Spitzenklasse. Es beinhaltet eine Doppelkapsel mit zwei im akustischen Verbund arbeitenden Gegentaktwandlern von hoher Linearität. Das Mikrofon wird seitlich besprochen; die nierenförmigen Richtcharakteristiken der Wandler sind nach vorne (Front) und nach hinten (Rear) gerichtet. Die Signale beider Wandler werden als Besonderheit nicht innerhalb des Mikrofons zusammengefasst, um auf diese Weise unterschiedliche Richtcharakteristiken zu erzeugen, sondern stehen getrennt zweikanalig am Mikrofonausgang zur Verfügung. Daher kann die Richtcharakteristik des MKH 800 TWIN aus der Ferne bzw. später im Mix eingestellt werden – die Signale lassen sich frei kombinieren, um alle Richtcharakteristiken von Kugel über Niere bis Acht samt beliebiger Zwischenformen zu erzeugen.

Das Doppelkapsel-Mikrofon MKH 800 TWIN von Sennheiser gibt die beiden Signale der Wandler getrennt aus. Dadurch kann die Richtcharakteristik selbst in der Postproduktion noch geändert werden — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra
Das Doppelkapsel-Mikrofon MKH 800 TWIN von Sennheiser gibt die beiden Signale der Wandler getrennt aus. Dadurch kann die Richtcharakteristik selbst in der Postproduktion noch geändert werden — Foto: bildgeber.de, mit freundlicher Genehmigung des Mahler Chamber Orchestra

Henrik Oppermann erläutert: „Damit Six Degrees of Freedom möglich sind, man sich also später um einzelne Klangquellen herumbewegen können soll, speist man die Mikrofonsignale in eine Game-Engine ein und kann dort abhängig von der Entfernung zur Schallquelle die Richtcharakteristik ändern: Befinde ich mich als Hörer nahe an der Quelle, vernehme ich ausschließlich Aufnahmeanteile mit nierenförmiger Richtcharakteristik, bin ganz nahe am Geschehen und höre beispielsweise bei einem Streicher, wie der Bogen über die Saiten gleitet und der Musiker atmet. Bewege ich mich hingegen von der Schallquelle weg, geht das Hörerlebnis nahtlos in den Aufnahmeanteil mit kugelförmiger Charakteristik über. Als Hörer vernehme ich dann ein realitätsnahes Klangbild, das mehr Raumanteile einbezieht und in welchem Details, die nahe am Instrument deutlich zu vernehmen sind, kaum mehr wahrnehmbar in das Gesamtbild eingehen. Die Übergänge gestalten sich dabei sanft wie bei einem Morphing – es ist ein großartiges Verfahren, um im VR-Zusammenhang Entfernungen darzustellen! Mein Ziel ist, dass sich der eben beschriebene Vorgang exakt so verhält, wie es auch in der Realität der Fall ist. Das MCO hat mir zum Glück erlaubt, mich während der Proben uneingeschränkt zwischen den Musikerinnen und Musikern bewegen zu dürfen und den Klang überall mit eigenen Ohren wahrzunehmen – diese Erfahrung dient mir als Referenz, welche ich in die digitale Erfahrung übertragen möchte.“ ​

MKH und MCM
Eigentlich hätte Henrik Oppermann für den dritten Teil der Trilogie nach eigener Aussage am liebsten 47 MKH 800 TWIN eingesetzt (also ein MKH 800 TWIN für jede musizierende Person), was jedoch aus logistischen Gründen nicht möglich war. Letztlich konnten für die Aufnahme 24 Exemplare des vielseitig nutzbaren Highend-Mikrofons zusammengebracht werden.

Henrik Oppermann brachte für die Aufnahme mit dem MCO 24 Sennheiser MKH 800 TWIN mit
Henrik Oppermann brachte für die Aufnahme mit dem MCO 24 Sennheiser MKH 800 TWIN mit

Sennheiser MKH 8040 waren u. a. am Schlagwerk zu entdecken: „Der Klang ähnelt dem MKH 800 TWIN, weshalb sich beide Mikrofonmodelle gut kombinieren lassen“, kommentiert Henrik Oppermann. „Es geht mir ohnehin nicht darum, einzelne Mikrofone aus klangästhetischen Gründen einzusetzen, weil sie ein bestimmtes Instrumentensignal in gewünschter Art und Weise formen. Im Fokus steht vielmehr das große Ganze, wobei die Mikrofone Werkzeuge sind, um das Klanggeschehen im Meistersaal so naturgetreu wie möglich einzufangen.“

                          The percussion instruments were recorded using Sennheiser MKH 8040   Image: bildgeber.de, courtesy of the Mahler Chamber Orchestra
​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ The percussion instruments were recorded using Sennheiser MKH 8040 ​ ​ Image: bildgeber.de, courtesy of the Mahler Chamber Orchestra

The long-established MKH 800 TWIN were supplemented by new MCM electret microphones from the Neumann portfolio, which were used for close-miking various instruments. “These compact microphones are an excellent solution if the musicians need to move relatively freely and if we still want to capture every single detail of their performance in a continuously high quality,” says Oppermann.

Due to its wide range of mounting solutions, the Neumann MCM can be reliably positioned on any instrument
Due to its wide range of mounting solutions, the Neumann MCM can be reliably positioned on any instrument

The Miniature Clip Mic System (MCM) was specially developed by Neumann for close-miking acoustic instruments. The Neumann KK 14 electret capsule has a cardioid pick-up pattern and can handle extremely high sound pressure levels, which means that there is no problem using it on loud instruments. The housing of the KK 14 capsule is made of titanium.

A key component of the MCM system is its large range of mounting solutions, which enable the microphone capsule to be attached both quickly and reliably to any instrument. The clips do not damage sensitive surfaces, thus avoiding awkward discussions with the musicians who are very protective of their valuable instruments. The SH 150 miniature gooseneck ensures flexible positioning of the KK 14. The high-end output stage (MCM 100) allows the Neumann microphone to be used with a cable if there is no wireless connection available. ​

Despite the large number of microphones, phase problems are not an issue in Oppermann’s recording approach: “I don't need time alignment because there is no reference listening point later in the VR environment,” the audio specialist explains. “If two musicians are sitting close together and crosstalk occurs between their individual microphones, the law of the first wavefront applies – which means that you can always correctly assign the direction.” ​

The KK 14 electret capsule of the Neumann MCM can handle extremely high sound pressure levels
The KK 14 electret capsule of the Neumann MCM can handle extremely high sound pressure levels

(Listening) freedom for the individual
While the listeners equipped with a VR headset and headphones explore the virtual environment in which they can move around freely, the sound adapts to the perceived conditions in real time. This enables them to become immersed in the artistically created world, thus resulting in realistic sensations. Visual and acoustic impressions merge to create an immersive experience – and only someone who has experienced this for themselves will fully understand why so many people have become wildly enthusiastic about VR.

Instead of hearing a finished mix, which, after all, always represents someone’s interpretation of the sound, listeners can experience the freedom to decide for themselves at which position they want to listen to a performance in front of, next to, or behind the orchestra or even right in the middle of it – a moving and dynamic experience with six degrees of freedom (6DoF) in a three-dimensional space. ​

“Making the recordings for “Future Presence” involved discovering a lot of new rules that are necessary in order to represent sound sources as realistically as possible in a VR context and also to be able to move around them. This kind of distance modelling isn’t possible with conventional recording techniques,” says Oppermann. “Rules that work for stereo or 5.1 surround can’t be applied to VR situations. In a way, you could say that audio recordings in a VR context might possibly be more forgiving of minor mistakes in miking, but there are many other aspects that need to be considered all the more intensively.”

Volumetric capture
In Berlin, the MCO musicians were visually recorded by means of volumetric capture using the latest generation of Apple iPads. To keep the consumption of resources at a reasonable level, Oppermann uses an abstract-artistic representation of the musicians at 15 frames per second – the result works very well and gives an indication of how things might develop in the future as computing power increases.

Artistic representation of the musicians during the recording of a Mozart string quintet, the second part of the “Future Presence” project
Artistic representation of the musicians during the recording of a Mozart string quintet, the second part of the “Future Presence” project

To combine the video content and audio recordings in the way he wants, Oppermann uses the game engine Unity, which is operated as a runtime and development environment with specially programmed extensions to suit his special purposes. “When you later move around the virtual space within the orchestra and find yourself near the first violins, while the second violins are playing on the opposite side, you will primarily hear signals from the Sennheiser MKH 800 TWIN microphones,” Oppermann explains. “But if you move closer to the violins, the listening experience will merge seamlessly into the signals from the Neumann MCM close miking set-up. In other words, there’s a lot going on behind the scenes in terms of audio management and dynamic crossfading depending on the listening position.”

Interview with Henrik Oppermann
Surprisingly, a conventional main microphone set-up with two Sennheiser MKH 800 TWIN in an A/B arrangement was also used in the Meistersaal in addition to numerous microphones distributed in and around the orchestra. This main microphone was mounted on a large stand and positioned in the centre in front of the orchestra. Two MKH 8040 were also used on the far left and far right to add further ambience components. ​

The two MKH 800 TWIN main microphones under the coffered ceiling of the Berlin Meistersaal   Image: bildgeber.de, courtesy of the Mahler Chamber Orchestra
The two MKH 800 TWIN main microphones under the coffered ceiling of the Berlin Meistersaal ​ ​ Image: bildgeber.de, courtesy of the Mahler Chamber Orchestra

Oppermann: “The main microphone is primarily intended for the tonmeister so that he can get an overall picture of the situation. The signals of the main microphone are recorded, too, and I might use them as ambience later in the post-production process. However, the spatial impression is mainly the result of interaction between all the microphones involved. I try to keep all possibilities open and don’t decide what works together best until late in postproduction. “Future Presence III” is an experiment, and at the moment I can’t predict for certain what will happen during mixing. But one thing I can definitely say is that I still have an awful lot of work to do before I can achieve the effect of a completely natural sound field…” (grins)

In a small room next to the Meistersaal, you had the opportunity to listen in to some of the Mozart recordings from the Kultur Büro Elisabeth that had already been processed and you could also visually immerse yourself in the VR environment by wearing a special headset. What exactly did you hear through the headphones? It surely wasn’t a typical stereo signal…
Oppermann: “Reproduction in the headphones is binaural. An object-based system works in the background and its output is translated binaurally for playback. For the Mozart quintet, I used Rapture3D from Blue Ripple Sound to do this. For the orchestral recordings from the Meistersaal, I still have to decide between Rapture3D and dearVR UNITY, as both have their specific advantages.” ​

You used the Neumann Miniature Clip Mic system to achieve a clear separation between the individual instrument signals.
Oppermann: “When you listen in to the signals from the Neumann KK 14 electret capsules, they are clearly separated from the overall sound of the orchestra and focus on the individual instrument. In many cases, I positioned the capsule even closer to the instrument than I would in other contexts, because later you will only hear these signals when you’re at a distance of one metre or less from the instruments in the VR environment.” ​

Close to the instrument: the Neumann MCM
Close to the instrument: the Neumann MCM

Ideally, the space for the subsequent installation would need to be exactly the same size as the Meistersaal.
Oppermann: “That’s right, although the recordings can be played in any room that has enough space to walk around in. I make my recordings in such a way that I can also overlay them with a different acoustic environment later on – it would probably be difficult if the environment is much smaller, but enlarging it works without any problems.”

The output consists of Wave files with non-compressed audio signals without a decoding process that results in latency. Does the sound experience depend on the headphones used in connection with suitable amplifiers? ​
Oppermann: “My favourite is the Sennheiser HD 660S, because, in addition to its wide frequency response that extends to both high and low frequencies, it also has a relatively low impedance of 150 ohms and can therefore easily be driven by external amplifiers.” ​

How can you prevent visitors from bumping into each other when they are wearing their VR headset and headphones and moving around in the installation completely detached from their real environment? After all, the Mozart quintet was designed as an experience for individual people. ​
Oppermann: “I expect it will probably be the case later on that up to four people will be able to move around the installation at the same time. They will be able to recognise each other visually in the VR environment when wearing their headsets.”

Henrik Oppermann: “A lot of heart and soul went into this project.”
Henrik Oppermann: “A lot of heart and soul went into this project.”

There’s no question that it’s absolutely fantastic to be able to stand among the musicians, or even move freely around the orchestra. But isn’t it generally the case that many people would prefer to sit in the best seat in a hall with good acoustics, or are happy to rely on the skills of the tonmeister in providing the optimum recording?
Oppermann: “It’s perhaps a question of personal perspective. If I’m a music student and my chosen instrument is the cello, for example, a VR recording gives me the opportunity to experience an outstanding cellist up close and I can discover how their playing connects with other musicians within the orchestra. Normally, something like that just wouldn’t be possible. In addition to this, I think that all listeners will be given a new perspective on the work of an orchestra, and this might mean that they will experience going to a concert in a different way and perhaps more intensively.”

One recording, many formats
At the time of the multidimensional recording, it had not yet been decided whether the recordings in the Meistersaal would be used beyond the installation that had already been planned. Oppermann points out that sufficient signals had been recorded to enable him to derive every standard format from the individual tracks – mono, stereo, quadraphonic, surround sound in all variations with or without representation of a height level, other multichannel loudspeaker set-ups and binaural playback via headphones are all possible.

“With these recordings in the Berlin Meistersaal, I was able to realise a long-cherished dream. A lot of heart and soul went into this project,” says Oppermann. “It is a lot of work, but I made many new discoveries, and it has given me a great deal of new knowledge.”

The VR recording will open up new perspectives on the work of an orchestra
The VR recording will open up new perspectives on the work of an orchestra

A lasting impression: an orchestra as an immersive experience
VR needs to be experienced in order to really understand what it is all about. Texts, photos and videos can only partially describe the experience. “With projects like “Future Presence”, I try to bring people closer to the phenomenon of sound and let them experience it in all its dimensions,” says Oppermann, expressing his hope that people who experience a concert in VR will perhaps also listen to a real concert in a different way in the future. “Playing in an orchestra is fundamentally an immersive experience,” says Oppermann. “With VR and immersive sound, even people with no musical background can now experience it themselves.”

Here to stay!
The results of the recordings in the Meistersaal are expected to be made available to the general public in April 2023 as part of a special installation at the “Radialsystem” culture and event centre in Berlin Friedrichshain, where visitors equipped with VR headsets and headphones and supported by a millimetre-precise tracking system can enter a virtual (sound) reality of the highest quality. The installation will be supplemented by live performances, promising interesting insights into a real orchestra and a VR representation. The aim is by no means to make going to live concerts obsolete, but to open up new visual and listening perspectives on music.

“With projects like “Future Presence”, I try to bring people closer to the phenomenon of sound and let them experience it in all its dimensions.”   Image: bildgeber.de, courtesy of the Mahler Chamber Orchestra
“With projects like “Future Presence”, I try to bring people closer to the phenomenon of sound and let them experience it in all its dimensions.” ​ ​ Image: bildgeber.de, courtesy of the Mahler Chamber Orchestra

When further progress is made in the field of augmented reality (AR), one day it might even be possible to experience the recording sessions of July 2022 directly in the Meistersaal itself, with a video and audio plane overlaid onto the real concert hall. “We are prepared for the future,” says Oppermann with confidence. “This is not a passing trend; immersive audio is here to stay!”

(Ends)

The high-resolution images in this press release and other images can be downloaded here.

About the Mahler Chamber Orchestra
The Mahler Chamber Orchestra was founded in 1997 and sees itself as a “nomadic collective” that unites for specific tours and special projects in Europe and throughout the world. It is governed collectively by its management team and orchestra board. The MCO basically consists of 45 members from 20 different countries. Decisions are taken democratically with the participation of all musicians – in accordance with its vision of being a “free, self-determined and international ensemble”. The characteristic sound of the MCO is the result of an intensive artistic dialogue that is marked by a chamber music style of ensemble playing. The MCO’s core repertoire ranges from the Viennese classical and early Romantic periods to contemporary works and world premieres. ​ www.mahlerchamber.com

Press Contact
Rik Willebrords
rik@mahlerchamber.com
Phone: +49 (0)30 41 71 79 21


​About the Sennheiser Group
Building the future of audio and creating unique sound experiences for our customers - this is the aspiration that unites the employees of the Sennheiser Group worldwide. The independent family-owned company Sennheiserwas founded in 1945. Today, it is managed in the third generation by Dr. Andreas Sennheiser and Daniel Sennheiser, and is one of the leading manufacturers in the field of professional audio technology. Within the Sennheiser Group are Georg Neumann GmbH (Berlin, Germany), manufacturer of studio-grade audio equipment; Dear Reality GmbH (Düsseldorf, Germany), known for its binaural, Ambisonics, and multichannel encoders with realistic room virtualization; and Merging Technologies SA (Puidoux, Switzerland), specialist in high-resolution digital audio recording systems.
sennheiser.com | neumann.com | dear-reality.com | merging.com


Andreas Sablotny Product & Brand Marketing, Georg Neumann GmbH

Sennheiser x Mahler Chamber Orchestra.docx 9 MB Sennheiser x Mahler Chamber Orchestra.pdf 1 MB
Pro Audio Immersive Audio News
Über Sennheiser

Über die Marke Sennheiser – 80 Jahre Zukunft der Audio-Welt

Wir leben Audio. Wir atmen Audio. Immer und jederzeit. Diese Leidenschaft begleitet uns von den größten Bühnen der Welt bis in die leisesten Hörräume – hier überzeugt Sennheiser mit Klang, den man nicht nur hören, sondern auch fühlen kann. Im Jahr 2025 feiert Sennheiser sein 80-jähriges Bestehen. Seit 1945 steht die Marke für die Zukunft der Audio-Welt und dafür, Menschen weltweit einzigartige Sound-Erlebnisse zu ermöglichen.

Während professionelle Audiolösungen wie Mikrofone, Konferenzsysteme, Streaming-Technologien und Monitoring-Systeme zum Geschäft der Sennheiser electronic SE & Co. KG gehören, wird das Geschäft mit Consumer-Produkten wie Kopfhörern, Soundbars und sprachoptimierten Hearables von der Sonova Holding AG unter der Lizenz der Marke Sennheiser betrieben.

www.sennheiser.com
www.sennheiser-hearing.com

Sennheiser
Am Labor 1
DE - 30900 Wedemark
Deutschland